Vor 4,5 Milliarden Jahren - so die derzeitig gängige Meinung - wird die Urerde von einem Gesteinsbrocken getroffen, welcher etwa 20% der Erdmasse hat. Durch diesen Einschlag wurde so viel Gesteinsmasse aus der Erde geschlagen, dass sich in einer Entfernung von ca. 60‘000 Kilometer ein Trabant gebildet hat, welcher etwa einen achzigstel der Erdmasse aufweist. In kürzester Zeit bildet sich eine Kugel, welche im Laufe der Jahrmillionen ihre derzeitige Position in 380’000 Kilometer Distanz einnimmt und in 27 Tagen einmal um unsere Erde kreist.
Durch die Gravitationskräfte ziehen sich diese zwei Kugeln an. Dadurch, dass sie sich um einen gemeinsamen Schwerpunkt drehen, fallen sie aber niemals aufeinander. Dieser Schwerpunkt liegt etwa 2000 Kilometer unter der Erdoberfläche. Das Gleichgewicht zwischen Gravitationskraft und Zentrifugalkraft hält die zwei Kugeln aus Gestein in Position.
 
Das ist die kurz gefasste Theorie über die Entstehung vom Mond - von dem Mond, auf den der Mensch vor 50 Jahren das erste Mal einen Fuss gesetzt hatte.