
Bilder mit Charakter, direkt aus der Kamera? Genau das versprechen die Creative Looks in den aktuellen Sony Alpha Kameras. Mit ein paar gezielten Einstellungen entstehen daraus eigene Rezepte, die deinen Bildserien einen unverwechselbaren Look geben können. Wir wollten wissen, wie weit man damit kommt also haben wir die neue Sony Alpha 7R VI eingepackt, sind auf den Pilatus gefahren und haben eine eigene Bildwelt komplett in der Kamera entwickelt. Zwei unserer Rezepte teilen wir hier mit dir.
Was sind Creative Looks?
Creative Looks sind Farb- und Tonvoreinstellungen, die Sony direkt in die Kamera integriert hat. Im deutschen Kameramenü heisst die Funktion «Kreativer Look». Sie lassen sich auf JPEG- und HEIF-Dateien sowie auf Videos anwenden. Du wählst einen Look, passt ihn nach Wunsch an und bekommt ein fertiges Bild, das ohne Bearbeitung auf Instagram oder in den Familienchat hochgeladen werden kann. Die RAW-Dateien bleiben davon unberührt. Wer also RAW und JPEG gleichzeitig aufnimmt, hat das Beste aus beiden Welten. Die Alpha 7R VI bietet insgesamt zwölf Creative Looks, darunter die neuen Film-Varianten FL2 und FL3.
Zwölf Looks
Die Palette reicht von natürlichen Allroundern für den Alltag über kräftige, farbenfrohe Varianten bis hin zu klassischem Schwarzweiss und Sepia. Besonders spannend für Reise- und Landschaftsfotografie sind die drei Film-Looks, die Bildern eine analoge, stimmungsvolle Note geben. Wer es luftig und hell mag, findet ebenfalls passende Voreinstellungen, genauso wie Fans von matten, nostalgischen Farben. Jeder Look bringt also eine eigene Grundstimmung mit. Das macht ihn zum idealen Ausgangspunkt für ein persönliches Rezept. Eine genaue Gegenüberstellung aller Looks mit Beispielbildern findet ihr direkt bei Sony hier.
Rezepte mit acht Parametern
Jeder Look lässt sich mit acht Reglern feinjustieren. So entsteht aus einer Voreinstellung euer persönliches Rezept. Zu einem vollständigen Rezept gehören ausserdem zwei Einstellungen ausserhalb der genannten acht Regler. Nämlich der Weissabgleich inklusive Feineinstellung sowie die Dynamikbereich-Optimierung (DRO). Diese bietet bei der Alpha 7R VI neu bis zu acht Stufen, ideal bei Gegenlicht in den Bergen.
Wie sich ein solches Rezept zusammensetzt, siehst du weiter unten im Beitrag.
Untewegs am Pilatus
An einem Sommertag im August haben wir uns auf die Goldene Pilatus Rundfahrt gemacht. Schiff, die steilste Zahnradbahn der Welt, Luftseilbahn und Panorama-Gondelbahn. Kaum eine Tour bietet auf so kleinem Raum so viele Perspektiven und das Wetter spielte perfekt mit. Dramatische Wolken zogen über die Bergketten, das Licht wechselte im Minutentakt zwischen Sonne und Schatten. Genau diese Stimmung wollten wir einfangen, und zwar auf zwei Arten: einmal warm und nostalgisch und einmal kraftvoll in Schwarzweiss. Gerade hier spielt die Alpha 7R VI mit ihren 66,8 Megapixeln ihre Stärke aus: Felsstrukturen, Grate und kleinste Details am Horizont bleiben gestochen scharf.
Unsere Tipps für deine eigenen Rezepte
RAW und JPEG
Du kannst beides gleichzeitig aufnehmen. So habt ihr das fertige Rezeptbild sofort zur Hand und behaltet trotzdem alle Möglichkeiten für die Bearbeitung.
Rezepte speichern
Die Kamera bietet sechs Speicherplätze für eigene Looks (MENU → Belichtung/Farbe → Farbe/Farbton → Kreativer Look). So kannst du bequem zwischen deinen Rezepten wechseln. Beachtet aber, dass Weissabgleich und DRO dort nicht mitgespeichert werden. Wer ein komplettes Rezept sichern möchte, nutzt dafür den Kamera-Einstellungsspeicher (MR).
Looks am Computer anwenden
Mit Sonys Software Imaging Edge Desktop lassen sich Kreativer Look, Weissabgleich und DRO auch nachträglich auf RAW-Dateien anwenden, auf Wunsch sogar für mehrere Bilder gleichzeitig. Das ist vor allem hilfreich, wenn du zuerst zuhause an deinen Looks arbeiten möchtest, bevor du sie draussen zum Einsatz bringst.

















