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Optiksysteme Gutekunst ADC-Compact

CHF 4’299.00
inkl. MwSt.
  • 28mm Durchlass
  • Kontraststeigerung für Astrofotografie
  • Einfachste Bedienung des ADC
  • Hochwertige dispersive Planplatten
  • Unverzichtbar für Teleskope >150mm
SKU:

A175639

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Details

 
In der faszinierenden Welt der Astronomie und Astrofotografie geht es immer darum, die Grenzen des technisch Machbaren auszuloten. Die Sterne, Planeten und Galaxien, die unseren Nachthimmel bevölkern, bieten unendlich viele Möglichkeiten für Entdeckung und Bewunderung. Doch selbst das leistungsfähigste Teleskop kann nur so gut sein, wie es die Umweltbedingungen erlauben. Eine der grössten Herausforderungen für Sternbeobachter und Astrofotografen ist die atmosphärische Dispersion, eine oft unterschätzte Störung, die jedoch wesentliche Auswirkungen auf die Bildqualität hat.
 
Atmosphärische Dispersion – Was ist das?
Die atmosphärische Dispersion beschreibt ein Phänomen, bei dem Licht unterschiedlicher Farben in der Atmosphäre unterschiedlich stark gebrochen wird. Blaues Licht wird stärker gebrochen als rotes, was dazu führt, dass das Bild eines astronomischen Objekts vertikal auseinandergezogen erscheint. Je niedriger ein Objekt am Himmel steht, desto ausgeprägter ist dieser Effekt. Dieser Farbsaum führt zu einem erheblichen Verlust an Kontrast und Bildschärfe, insbesondere bei hohen Vergrösserungen und anspruchsvollen optischen Systemen.
 
Der Atmosphärische Dispersions-Korrektor (ADC)
Um diese störende Dispersion zu beheben, wurde der Atmosphärische Dispersions-Korrektor, kurz ADC, entwickelt. Der ADC ist mittlerweile kein Luxus mehr, sondern eine notwendige Ergänzung zu hochwertigen Teleskopen geworden, insbesondere wenn diese für Beobachtungen und Fotografie mit hohem Qualitätsanspruch genutzt werden.
 
Wie funktioniert ein ADC?
Ein ADC besteht typischerweise aus zwei dispersiven Elementen, die entweder als Planplatten oder einfache Keile ausgeführt sein können. Wenn diese beiden Elemente so gedreht werden, dass ihre Dispersion in entgegengesetzten Richtungen wirkt, kompensieren sie sich gegenseitig, und der ADC zeigt keine Wirkung. Werden sie hingegen so eingestellt, dass beide Elemente dieselbe Richtung der Dispersion aufweisen, entfaltet sich die volle korrigierende Wirkung.
 
Verschiedene Arten von ADCs
Es gibt grundsätzlich zwei Konzepte für ADCs: diejenigen mit dispersiven Planplatten und jene mit einfachen Keilen. Die preiswerteren einfachen Keile sind zwar kostengünstig, bringen aber Nachteile wie optische Aberrationen, Koma, Astigmatismus und eine komplizierte manuelle Justierung mit sich. Dagegen bieten ADCs mit dispersiven Planplatten erhebliche Vorteile:
  • Keine Kompromisse bei der optischen Qualität
  • Einfache Justierung mittels einer einzigen Einstellschraube
  • Möglichkeit zur elektronischen Fernsteuerung
Warum ist ein ADC heute wichtiger denn je?
Während ältere Amateur-Teleskope oft nicht genügend Leistung hatten, um die Auswirkungen der atmosphärischen Dispersion sichtbar zu machen, verfügen moderne Instrumente über grössere Öffnungen und deutlich verbesserte Farbkorrekturen. Somit treten die störenden Effekte der atmosphärischen Dispersion deutlich stärker in Erscheinung und reduzieren sichtbar die mögliche optische Performance der Teleskope.
 
Vorteile durch Einsatz eines ADC
Der Einsatz eines hochwertigen ADC, insbesondere bei Teleskopen mit einer Öffnung ab 150 mm und bei hervorragendem Seeing, zeigt klare Vorteile. So konnten Tests an verschiedenen Teleskopen belegen, dass durch den Einsatz eines ADC die Bildqualität signifikant verbessert wird.
So ergeben sich bei einem Schmidt-Cassegrain-Teleskop (280/2800 mm) erhebliche Kontrastgewinne, besonders bei niedrigen Beobachtungshöhen. Beispielsweise steigt der Kontrast bei einer Beobachtungshöhe von 30° für 1" Strukturen durch einen ADC um den Faktor 2,83, bei 20° Höhe sogar um den Faktor 5,11.
Auch kleinere, hochwertige APO-Refraktoren profitieren massiv von einem ADC: Ein 150-mm-APO-Refraktor zeigt bei einer Höhe von 20° über dem Horizont eine beeindruckende Kontraststeigerung um den Faktor 4,44 bei 1" Strukturen.
 
ADC und Astrofotografie
Insbesondere in der Astrofotografie bringt der ADC deutliche Vorteile. RGB-Fotografen profitieren besonders in den kurzwelligen Kanälen (Blau- und Grünkanal), während der Rotkanal von atmosphärischer Dispersion kaum beeinflusst wird. In Tests konnte gezeigt werden, dass durch einen ADC die Bildschärfe und der Kontrast im Blaukanal bis um das Vierfache gesteigert werden können.
 
Praktische Handhabung des ADC Compact
Der von Gutekunst Optiksysteme entwickelte ADC Compact wurde speziell für die einfache und komfortable Handhabung konzipiert. Er bietet eine Öffnung von 28 mm, wodurch keine Vignettierung auftritt und eignet sich somit perfekt für Okularsysteme inklusive Binokularansätze. Die Einstellung ist intuitiv:
  • Bei Teleskopen ohne Umlenkspiegel wird der Stellknopf nach oben gedreht und dann justiert, bis die Farbränder verschwinden.
  • Bei Teleskopen mit Umlenkspiegel erfolgt die Justierung in Kombination mit der Höhenachse der Montierung, wobei die Sterne stets im Blickfeld bleiben und die Korrektur besonders einfach gelingt.
ADC Compact – Premium Qualität ohne optische Einbussen
Besonderes Augenmerk wurde auf die optische Qualität des ADC Compact gelegt. Hochwertige dispersive Planplatten sorgen dafür, dass die optische Leistung des Teleskops unverändert bleibt. In umfassenden Vergleichstests konnten deutliche Vorteile gegenüber günstigeren ADC-Systemen mit einfachen Prismen festgestellt werden:
  • Keine asymmetrischen Verzerrungen
  • Keine Reduktion des Strehl-Werts, somit optimale Bildschärfe
  • Maximale Kontrastleistung, besonders im kritischen Bereich kleiner Strukturen (1-2")
Bewährte Qualität im Einsatz
Zahlreiche renommierte Astrofotografen bestätigen die überragende Qualität des ADC Compact mit eindrucksvollen Aufnahmen von Planeten wie Venus, Jupiter, Saturn sowie feinen Details der Mondoberfläche. Durch die klare und kontrastreiche Abbildung sind Details sichtbar, die ohne ADC verloren gehen würden.
 
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