
Leica Q – die beste Kamera*
Wenn ich Artikel über Kameras und Objektive schreibe, mache ich mir einen Cappuccino, schnappe mir mein iPad und scrolle durch meine Fotos. Ich filtere meine Datenablage nach Kameratyp und Objektiv und kopiere mir Bilder in eine Sammlung für den Blog. Und ich hatte wohl noch nie so viele Bilder, die ich hier gerne zeigen möchte wie für diesen Artikel zur Leica Q3 und Q3 43.
In diesem Artikel geht es um eine meiner liebsten Kameratypen: die Premium Kompaktkamera. In dieser Kategorie finden sich Geräte mit fix verbautem Objektiv. Meistens liegen die verfügbaren Brennweiten zwischen 28 und 43 Millimetern. Es gibt einige Modelle mit Zoom Objektiv, ich interessiere mich aber primär für die Modelle mit Festbrennweite, welche dementsprechend offenere Blenden bieten. In diesem Blogbeitrag geht es konkret um die beiden Leica Q Geschwister Q3 mit 28 Millimeter und Q3 mit 43 Millimeter Brennweite. Aber auch um frühere Modelle und die neueste Q3 Monochrom.
28 Millimeter
Bereits die erste Leica Q Typ 116 hatte im Jahr 2016 das eindrucksvolle 28 Millimeter Summilux Objektiv verbaut. Das Objektiv wird bis heute verwendet. Wenn man es separat kaufen könnte, hätte ich es vermutlich bereits für meine Leica M gekauft. Es bietet eine Offenblende von 1.7 und eine integrierte Makro-Funktion. Mittels eines Drehringes ganz hinten am Objektiv, kurz vor dem Kamerabody, verschiebt man die Naheinstellgrenze von rund 30 auf 15 Zentimeter. Dabei verringert sich die Blende auf f2.8, was im Makrobereich oft keine Rolle spielt, da die Blende meistens noch weiter geschlossen wird.
Bei der Makrofotografie verringert sich die Schärfeebene durch die kurze Fokusdistanz enorm. Durch das Abblenden vergrössert man den Schärfebereich wieder. Nebst dem Makro Ring bietet das Objektiv je einen Einstellring für den Fokus und für die Blende. Die Leica Q Serie bietet entgegen der M Kameras einen nützlichen Autofokus. Trotzdem bietet der Fokusring eine für M Objektive typische Mulde für den Finger. Durch einen Taster in der Mulde kann das Objektiv in den manuellen Fokusmodus versetzt werden, ohne dass man im Menü etwas einstellen müsste. Der Blendenring bietet eine Automatikstellung und rastet pro einstellbare Blendenzahl angenehm ein.
Optisch ist das 28 Millimeter Summilux an der Leica Q3 ein ausdrucksstarkes Objektiv. Man kann es als scharfes Glas mit spürbarem Charakter beschreiben. Bereits bei f1.7 zeichnet es Kanten bis weit an den Rand scharf ab. Glühende Säume oder Farbverschiebungen sucht man vergebens.
Wir sprechen aber nicht von einer sterilen Schärfe. Es ist nicht überzeichnet. Der Übergang in die Unschärfe kommt nicht abrupt, sondern lässt sich angenehm organisch betrachten. Dabei entsteht auch der Leica typische und beliebte Effekt, in dem sich ein Objekt im Fokus so herrlich schön vom Hintergrund trennt, ohne zu übertreiben.
Unterdessen haben vermutlich die meisten Leserinnen und Leser ein Bild mit künstlicher Freistellung oder Unschärfe durch einen softwarebasierten Portraitmodus gesehen. Dort gibt es harsche Übergänge, unsaubere Kanten und Artefakte. Manche offenblendige Objektive auf dem Markt generieren ebenfalls eine künstlich anmutende Tiefenschärfe. Das freigestellte Objekt sieht aus, als hätte man es nachträglich in das Bild eingefügt. Beim 28 Millimeter Summilux passiert das nicht. Die Unschärfe passt perfekt in die Gesamtwirkung des Fotos.
Ich nutze meine Q3 fast konstant mit f1.7. Es gibt für mich in der Reportage und Eventfotografie selten Gründe, die Blende zu schliessen. Vielleicht bei Gruppenbildern oder im Makrobereich. Da wird das Objektiv nochmals weiter an den Bildrand scharf, was natürlich ein gewünschter Effekt ist, nebst der verringerten Tiefenunschärfe.
Ein nützliches Feature der Q3 ist der hybride Verschluss, der so lange mechanisch auslöst, bis die Lichtsituation zu hell ist. Durch f1.7 kann das an einem sonnigen Tag schon einmal der Fall sein. Dann wechselt die Software der Q3 in den elektronischen Verschlussmodus und ich kann ohne ND-Filter mit voll geöffneter Blende fotografieren.
Zum Objektiv der 43 Millimeter Leica Q3 kommen wir später.
LEICA Q3
Die Leica Q3 ist im Wesentlichen ein Leica M Body ohne Messsucher mit Autofokus. Okay, das ist etwas einfach gesagt, kommt aber schon sehr nah ran. Die Form hat die Kamera offensichtlich vom Schwestermodell Leica M geerbt. Die erste Q Typ 116 kam im Juni 2015 auf den Markt und war ein Novum. Ein 24 Megapixel CMOS Vollformat Sensor mit dem oben beschriebenen 28 Millimeter Objektiv. Ein elektronischer Sucher mit 3.68 Millionen Bildpunkten und eine, für die damalige Zeit, sehr flüssige Darstellung.
Ich gebe zu bedenken, dass die erste Leica SL Typ 601 erst vier Monate später, im Oktober 2015, vorgestellt wurde. Salopp könnte man sagen, dass die Leica Q eine fortschrittlichere Variante der Leica M darstellt und die Leica SL die Q Serie in ein Systemgehäuse mit Wechselbajonett bringt. Dies zeigt sich auch heute hier und da, wenn Firmwareupdates für SL und Q sehr nah beieinander released werden und oft ähnliche oder gleiche Funktionen bieten. Die Leica M könnte man aber als das Herz der Firma bezeichnen. Reduziert auf das Wesentliche, wie Leica auch gerne selbst schreibt. Der Messsucher, kein Autofokus. Die pure Form der Kleinbild Fotografie und somit auch die Erfindung des Vollformats. Aber darüber gerne ein andermal mehr.
Der Body der Leica Q3 und Q3 43 ist identisch. Ein rückseitig belichteter 60 Megapixel CMOS Vollformat Sensor ist das Herzstück der Kamera. CMOS steht für Complementary Metal Oxide Semiconductor und hat den CCD-Sensor zwischen 2005 und 2010 langsam abgelöst. Der CCD-Sensor war langsamer, verbrauchte viel Strom und war teuer in der Herstellung. Viele schwärmen von den etwas weicheren Farbübergängen und dem generellen Look. Zudem hatte der CCD-Sensor früher den besseren Dynamikumfang, was sich mit der zunehmenden Verbreitung des CMOS-Sensors schnell verlagert hat. Bei Serienbildern und Video lag die CMOS-Variante ebenfalls vorne. Leicas mit CCD-Sensoren waren die M8, in der aber ein APS H Sensor verbaut war, also kein Vollformat. Die M9 war die erste digitale Vollformatkamera von Leica.
Die Leica Q3 und Q3 43 bieten die Triple Resolution Funktion. Da der Sensor mit 60 Megapixeln auflöst, fallen auch entsprechend viele Daten an. Manchmal findet man sich aber in Situationen wieder, in denen man nicht 60 Megapixel braucht. Dafür gibt es zwei spannende Ansätze. Beim Reduzieren der Auflösung geht Leica hier einen neuen Weg und bietet via Downsampling 36 und 18 Megapixel an. Dabei wird nicht einfach ein Teil des Sensors nicht ausgelesen, was eine Änderung des Bildlooks zur Folge hätte, sondern die Daten mehrerer Pixel werden korrekt verarbeitet und herunterskaliert. So spart man Speicherplatz und gemäss mehreren Berichten wurden in Bildtests bei den niedrigeren Auflösungen eine leichte Steigerung des Dynamikumfangs gemessen.
Da alle Q Modelle ein fest verbautes Objektiv haben, ist auch der Digitalzoom ein nützliches Feature, um den 60 Megapixel Sensor auszureizen. Wer für seine Bilder nicht zwingend eine Auflösung von 9520x6336 Pixel benötigt, kann per Knopfdruck optische Rahmen einblenden, die direkt einen Zuschnitt auf das gespeicherte JPG ausführen. Die Rohdaten bleiben dabei in voller Auflösung erhalten, enthält aber ebenfalls einen gespeicherten Zuschnitt. Diesen kann man aber in der Bildentwicklung wieder lösen. Natürlich ergibt sich keine Veränderung des Bildlooks, wie das bei einer Telebrennweite der Fall wäre. Trotzdem ist die Digitalzoom Option bei 60 Megapixel Auflösung ein nützliches Feature. Die vorgefertigten Zoomstufen sind 35, 50, 75 und 90 Millimeter bei der Q3 und 60, 75, 90 und 120 Millimeter bei der Q3 43. Bei maximalem Crop sind immer noch JPGs mit 5.8 Megapixeln bei der Q3 und 7.7 Megapixeln bei der Q3 43 auf der Speicherkarte.
* Warum es ein Sternchen im Titel hat
Weil es für mich persönlich eine der mit Abstand besten Kameras ist. Das Handling der Leica Q3 mit 28 Millimeter Brennweite, das Objektiv. Der Look der Bilder und somit das Zusammenspiel des Sensors mit der Optik. Es gibt eine Bildstabilisierung, es gibt JPG-Looks. Das Wifi ist schnell. Die SD-Karte ist in einem separaten Fach, der Akku hält lange. 300 bis 400 Bilder sind gut machbar, eher mehr, wenn man die Bildrückschau deaktiviert oder generell primär den Sucher nutzt. Der USB C Port ist links am Body unter einer separaten Kappe. Die Bedienräder rasten sauber ein, alles sitzt mechanisch perfekt an seinem Platz. Das OLED EVF löst mittlerweile mit 5.76 Millionen Punkten auf und ist also sehr gut zum Fotografieren, zur Bildbeurteilung und zum Navigieren im Menü in sehr heller Umgebung geeignet.
Meine Q3 hat fast so viel gesehen, wie ich in den letzten 3 Jahren erlebt habe. Es ist die perfekte, sogenannte Every Day Carry Kamera. Nur hat sie schlicht mehr Leistung und Bildwirkung als jede andere Premium Kompaktkamera, die ich kenne. Und da ich Kameras teste, kenne ich viele. Warum aber jetzt das Sternchen im Titel? Obwohl ich die Q3 auch zum Arbeiten nutze, ist sie für Business Portraits und weitere fotografische Services, die ich anbiete, nicht die richtige Kamera. Ich mag 85 Millimeter sehr und es gibt natürlich sehr viele sehr gute Kameras. Ich kann also nicht für alle Fotografinnen und Fotografen entscheiden, dass die Leica Q3 die beste Kamera ist. Aber wenn ich nur privat fotografieren würde, dann würde ich einfach eine Q3 haben wollen. Oder mir eine ersparen. Von 28 bis 50 Millimeter kann man alles mit der Kamera fotografieren. Und grundsätzlich braucht es dafür nicht einmal die neuste Version.
Ein Freund hat eine wunderschöne Q-P. Ein anderer eine Q2 und ein geschätzter Stammkunde erfreut sich seiner Q2 Monochrom. Die Leica Q ist ein zeitloses Wunderwerk der Fotografie und schafft es trotz fest verbautem Objektiv, ohne optischen Zoom und Schnörkel eines der besten Werkzeuge für die wesentliche Fotografie zu sein. Und das kommt sicher auch davon, dass man sie gerne in die Hände nimmt. Sie fühlt sich wertig und stabil an.
Wenn deine Leidenschaft die Safari ist oder Vögel, Skislalom und Flugzeuge, um nur eine Auswahl zu nennen, dann gilt meine Empfehlung begrenzt. Klar, die Q3 gibt es mit 28 oder 43 Millimeter. Daher hat der Titel ein Sternchen.
Leica Q3 43
Das 43 Millimeter Objektiv gehört zur Familie der APO Summicron. Einerseits haben Objektive, die den Namen Summicron tragen, in der Regel eine Blende von f2. Die Bezeichnung APO Summicron steht für das höchste Vergütungslevel für die Korrektur von chromatischen Aberrationen. Farbsäume werden dabei sehr präzise eliminiert, was sehr saubere Übergänge zur Folge hat. Zudem ergibt sich eine noch höhere Klarheit im Bild, als das bei den anderen Leica Objektiven sonst schon der Fall ist. Man muss sich das, sehr vereinfacht gesagt, so vorstellen: Die Gläser in einem Objektiv bündeln das eintreffende Licht. Die Linsen im Objektiv werden in komplexer Rechenarbeit so angeordnet, dass verschiedene Wellenlängen gleich fokussieren. Dann gibt es unterschiedliche Gläser und die Exaktheit bei der Herstellung der Linsen spielt ebenfalls eine grosse Rolle. Wenn das Licht nun durch diese Elemente hindurchscheint, sind sehr viele Faktoren im Spiel, die zusammenspielen müssen, um eben diese Farbsäume zu eliminieren. APO bedeutet also nicht einfach einen besseren Schliff. Es ist das Zusammenspiel aus Berechnung, Glas und Konstruktion. Alles ist darauf ausgelegt, Farben exakt auf den gleichen Punkt zu bringen.
Mir fällt beim Fotografieren mit APO-Gläsern auf, dass die Freistellung intensiver wirkt. Manch einer spricht vom Leica Look, andere mögen diese Definition nicht. Fakt ist, dass im Fokusbereich mehr Schärfe vorhanden ist und durch die Sauberkeit der Kanten eine eindrückliche Freistellung entsteht. Das Bokeh wirkt durch bessere Mikrokontraste, dank reduzierten Farbsäumen, noch sauberer. Der Übergang von Schärfe zur Unschärfe ist noch harmonischer und mutet mir persönlich oft stärker an, als ich es von Blende 2 erwarten würde. Klar ist aber, der Lichteinfall entspricht der Blende 2. Nur der Bild Look ist einfach ein anderes Level.
Die Q3 43 ist eine wahnsinnig spannende Kamera. Nebst der Optik entspricht sie ihrem Schwestermodell mit 28 Millimetern. Sie schiesst Serienbilder bis 15fps elektronisch ohne nachgeführten Autofokus. Mit aktivem Autofokus Tracking liegen alle Q3 Modelle bei rund 4fps. Ich nutze meine Q3 oft für Gruppenfotos an Hochzeiten und habe dabei keine Probleme. Auch wenn hier andere Kameras stabilere Werte haben, ist allein die Geschwindigkeit der Datenschreibrate auf die SD-Karte manchmal ein bisschen limitierend. Hier wünsche ich mir für ein Nachfolgermodell einen CF Express Typ B Slot oder internen Speicher. Ich denke, damit würde sich das Thema erledigen.
Dass der Autofokus nicht der schnellste auf dem Markt ist, spürt man beim 43 Millimeter Modell etwas stärker, da bei der mittleren Brennweite die Differenz zwischen Schärfe und Unschärfe grösser ist als bei weitwinkligen 28 Millimetern. Daher kann man im Weitwinkel auch gut mit Zonenfokussierung arbeiten, da ab einer gewissen Blende durch die Hypervokaldistanz sowieso alles im Fokus ist. Dieser Effekt etabliert sich bei kleinen Brennweitenwerten schneller. Die Stabilisierung ist bei beiden Brennweiten Varianten im Objektiv und stabilisiert im Fotomodus sehr gut. Im Videomodus ist die Stabilisierung nicht so stark wie ein stabilisierter Sensor. Mit zusätzlicher Stabilisierung im Schnitt erzielt man aber brauchbare Ergebnisse.
Hierbei sei erwähnt, dass die Kombination einer Leica Q3 mit einem Gimbal für Video sehr spannende Ergebnisse liefert. Zumal die Kameras sehr leicht für Hybridsysteme sind und gute Videofeatures bieten. Zudem können beide Q’s in LOG filmen. Beide Bodies sind IP52 zertifiziert und somit geschützt vor Staub und Spritzwasser. Mit meiner Q3 stand ich schon oft sorgenfrei im strömenden Regen. Technisch spannend ist, dass alle Q Kameras einen Zentralverschluss bieten, welcher sehr leise auslöst und eine Blitz Synchronzeit von bis zu 1/2000 Sekunde bietet.
Ich besitze beide Q3 Modelle mit 28 und 43 Millimeter Optik seit Release. Die 43er fühlt sich genauso perfekt in meinen Händen an wie das 28er Modell. Ich habe sehr viele Bilder für Blogs auf foto-zumstein.ch mit meiner Q3 43 gemacht. Ich könnte sie ebenso die beste Kamera nennen. Einfach für Leute, die lieber etwas mehr Brennweite haben. Aber das hilft dir nicht zu entscheiden, welche der beiden Modelle jetzt für dich besser geeignet ist. Denn das ist oft die Hauptfrage in meinen Leica Q Entdecker Walks, auf Instagram oder einfach so, wenn ich beim Fotografieren gefragt werde:
Ist nun die 28mm oder 43mm Leica Q die richtige für dich?
Wie ich dir bereits verraten habe, ich konnte und könnte mich nicht wirklich entscheiden und habe deshalb beide. Ja, wir sprechen von viel Geld, und würde ich rein privat fotografieren, hätte ich bestimmt nicht beide Modelle. Ich versuche dir hier einige Denkanstösse zu geben, um die Frage für dich zu beantworten. Wenn du für die Q3 Monochrom hier bist, spring schon mal zum nächsten Abschnitt.
Grundsätzlich bleibe ich beim Titel des Artikels. Die 28 Millimeter Q3 ist die sichere Wahl. Mit ihr macht niemand etwas falsch. Ich habe nur mit wenigen Menschen über die Q gesprochen, denen ich gesagt habe, dass eine Leica Q3 nichts für sie wäre. Es gibt sehr wenige Einschränkungen und ich würde jetzt ein APO-Summicron mit 43 Millimetern nicht eine Einschränkung nennen wollen. Aber es könnte sein, dass du in der Strasse, auf Reisen oder vor deinem Teller Pasta im Restaurant am Strand mit deiner Q3 43 immer ein wenig zurücktreten musst. Ja, du kannst jederzeit in den Makro-Modus wechseln. Aber nicht jedes Motiv ist ein Makro-Sujet. Wenn du bereits fotografierst, kannst du dich fragen, ob du lieber 50 oder 35 Millimeter magst. Wenn du ein Smartphone hast, welches bei der Zoomstufe Millimeter-Angaben anzeigt, kannst du mal einen Tag mit 28 und einen Tag mit 50 Millimeter fotografieren. Wobei, 43 ist nicht 50. Bei der Q3 43 ist eben dann doch mehr auf dem Foto drauf als beim Fünfziger.
Du merkst, es ist echt schwierig, eine neutrale Empfehlung zu machen. Wenn du es liebst, Portraits zu machen, wenn weitwinklige Bilder dich nervös machen und wenn du dich gerne auf Details konzentrierst, dann bist du mit der 43 Millimeter Version perfekt bedient. Wenn du lieber Geometrie, ganze Szenerien, Landschaften, Strassen und führende Linien fotografierst, dann bist du mit der Q3 mit 28 Millimeter vermutlich wohler.
Ganz sicher kannst du aber gehen, indem du einen Leica Q Entdecker-Walk bei mir buchst. Die findest du hier in der Navigation unter Kurse.
Leica Q3 Monochrom
Leica Monochrom Kameras haben keinen Bayer-Raster auf dem Sensor. So einfach lässt es sich technisch erklären. Es gibt bereits einige solche Modelle und es ist schön, dass auch die Leica Q3 um diese Variante erweitert wurde. Ich habe die Q3 Monochrom jetzt einige Male im Q Walk und via zumirent.ch gemietet und ausprobiert und ich bin begeistert.
Als Besitzer einer M10 Monochrom weiss ich, dass eine Kamera, die nur monochrom sieht, eben nicht dasselbe ist wie eine Fotobearbeitung in Schwarzweiss. Aber selbstverständlich sind Monochrome Kameramodelle etwas für Enthusiasten. Oder Puristen. Besonders, wenn diese kreative Einschränkung im Body der bereits intensiv gefeierten Leica Q3 steckt.
Reduziert auf das Wesentliche, Licht und dein kreatives Auge. Ich verstehe Menschen, die beim Thema Monochrom-Sensor mit den Augen rollen, genauso wie die, die sich nichts Schöneres vorstellen können, als irgendwann eine Monochrome Q ihr Eigen zu nennen. Die Kombination mit dem Summilux 28 Millimeter ist sehr eindrücklich und man hört gar nicht mehr auf, einfach alles zu fotografieren. Weil es so anders wirkt. So immersiv. So elegant.
Mein Fazit
Ich habe es mir angewöhnt, meine Artikel mit einem Fazit zu beenden. Nach all diesem Lob über meine beste Kamera mit Sternchen ist es aber echt schwierig, hier nicht einfach Wiederholungen zu schreiben. Deshalb bleibe ich beim Titel und spreche für mich: Die Leica Q ist die beste Kamera*
*für mich.













































