In unserer Astroabteilung hat sich vieles getan! 
Wir freuen uns sehr, dir unseren neuen Abteilungsleiter vorzustellen: 
Ronnie Zysset hat sich der Abteilung mit viel Elan und Herzblut angenommen. 
 
Die Auswahl des richtigen Teleskops ist eine schwierige Angelegenheit. 
Damit Du Dir im Vorfeld bereits Gedanken machen kannst, in welche Richtung es gehen könnte, hat Ronnie einen Guide für Einsteiger geschrieben. 
Erhalte hier erste Tipps, was bei einem Kauf zu beachten ist:
 

Es gibt einige Punkte, die bei der Teleskopauswahl zu beachten sind. Die erste Frage, die man sich vor dem Kauf eines Teleskops stellen sollte: „Was möchte ich beobachten?“ 

Erst, wenn man sich diese Frage beantworten kann, ist es an der Zeit, sich über das Teleskop Gedanken zu machen. Denn nicht jedes Teleskop ist auch für jeden Zweck geeignet. Das ultimative Teleskop für jeden Anwendungsbereich gibt es nicht. Das erst mal vorweg. 

Eine wichtige Eigenschaft von Teleskopen ist das Lichtsammeln, denn je mehr Licht ein Teleskop sammeln kann, desto schwächere Objekte kann man am Sternenhimmel erkennen und bei den hellen Objekten werden mehr Details sichtbar. Und von diesen schwachen Objekten gibt es eine Menge. Um diese sehen zu können, ist vorallem die Öffnung des Teleskops wichtig. Mehr ist in der Astronomie einfach mehr. Das bedeutet nicht, dass kleine Teleskope keine ordentliche Leistung bringen würden, denn jedes Teleskop hat seine Stärken. 

Je mehr Öffnung ein Teleskop hat, desto Iichtstärker ist es also. 

Unsere Pupille hat eine maximale Grösse von 7 mm.
Mit 7 mm Öffnung können wir bereits Sterne mit einer Helligkeit von 6 Magnituden beobachten. Magnitude ist die Einheit, die die Helligkeit eines Sterns angibt. Je kleiner die Zahl wird, desto heller ist auch der Stern. Sterne erster Grössenklasse gehören zu den hellen Sternen. Ein Stern der Grösse 6 ist schon 100 mal schwächer als ein Stern der Grösse 1. Unser Auge kann also schon relativ schwaches Licht "sammeln", doch es reicht noch lange nicht aus, um schwächere Objekte sehen zu können. 

Geht man beim Auge von einer Lichtsammelfähigkeit von 1 aus, zeigt sich ganz einfach, wie diese Fähigkeit bei grösseren Öffnungen zunimmt. So hat ein Fernrohr mit 50mm Öffnung die 51-fache Lichtsammelfähigkeit, eine Optik mit 100mm sammelt aber schon 204-fach so viel Licht, wie das blosse Auge.

Ein weiteres Thema ist die Vergrösserung eines Teleskops. Oft werden in Supermärkten und Onlineshops kleine Teleskope beworben, die angeblich Vergrösserungen von 500-fach oder sogar noch mehr bieten sollen. Zusätzlich sind tollste Bilder auf der Packung abgebildet, die den Eindruck vermitteln, dass man hier ein kleines Hubbleteleskop in den Händen hält. Das sind Versprechen, die nicht eingehalten werden können und den interessierten Hobbyastronomen ganz schnell auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Denn abgesehen davon, dass eine 500-fache Vergrösserung in unserer Lage aufgrund der unruhigen Luft nur bedingt möglich ist, wird man auch nie Farben erkennen können. 

Man kann sagen, dass die maximale sinnvolle Vergrösserung eines Teleskops mit dem Doppelten der Objektivöffnung in „mm“ erreicht ist. Das bedeutet, dass ein Fernrohr mit 150mm Öffnung maximal mit 300-fach vergrössert werden sollte und ein 200mm Teleskop maximal mit 400-fach. Wenn man stärker vergrössert, ist das Bild zwar grösser aber unscharf und kontrastlos. Ein gutes Teleskop zeichnet sich aber nicht durch eine grosse Maximalvergrösserung aus, sondern durch ein starkes Lichtsammelvermögen, sprich, grosse Öffnung. Erfahrungsgemäss geht man aber auch mit einem 500mm Teleskop nicht über 200x hinaus, es gibt kaum Objekte (ausser Planeten), wo zusätzliche Vergrösserung ein Gewinn darstellt.

Genauso wichtig wie das Teleskop ist die Montierung. Denn die beste Optik nützt nichts, wenn die Montierung des Fernrohrs nicht die erforderliche Leistung bringt. Wenn die Montierung für das Gewicht der Optik unterdimensioniert ist, dann wird sie sehr zitteranfällig sein und die Freude am Beobachten geht schnell verloren.
Bei den Montierungen unterscheiden wir zwei Typen: die azimutale und die parallaktische Montierung. Beide gibt es jeweils in drei Ausführungen. Ohne Motoren, mit Motoren oder mit GoTo.

Die parallaktische Montierung ist der Klassiker. Man erkennt sie leicht an der gekippten Halterung und den Gegengewichten. Sie wird auf den Polarstern ausgerichtet und dreht sich mit dem Himmel. Die Nachführung erfolgt entweder manuell, mit den Motoren oder über das GoTo System. Das eingestellte Objekt bleibt immer im Blickfeld. Die parallaktische Montierung ist zwingend für die Fotografie, jedoch nicht so beliebt für die Beobachtung, weil sie mit viel Mechanik und den Gewichten deutlich schwerer und unhandlicher ist als die Azimutalmontierung.

Die Azimutalmontierung kann, wie die Fernrohre auf den Berggipfeln, horizontal und vertikal bewegt werden. Damit wird jeder Punkt am Himmel erreicht und die Montierung ist sehr einfach aufgebaut. Bei den ganz grossen Teleskopen ist es nur noch eine Kiste aus Holz. Die Einstellung und Nachführung erfolgt von Hand oder mit dem GoTo System.

Was ist GoTo?
GoTo Montierungen können Objekte am Himmel automatisch ansteuern. Die Montierung besitzt eine Datenbank mit unzähligen Sternen, Planeten und DeepSky Objekten. Der Nutzer gibt in der Handsteuerbox, dem angeschlossenen Computer oder, je nach Modell, auch mit dem WiFi-verbundenen Smartphone bzw. Tablet an, was er sehen möchte und das Teleskop fährt dieses Objekt automatisch an. Dies ist sehr praktisch, wenn man sich nicht mit Sternkarten und Himmelsatlanten herumschlagen möchte. 
Diese Funktion bietet zum Beispiel der Skymax 127 von Skywatcher. 

Man unterscheidet bei der Teleskopwahl zwischen Reflektoren und Refraktoren also Spiegel- und Linsenteleskopen. Dann gibt es noch die Kombination von beiden in einem Katadioptischen Teleskop. Im zweiten Teil gehen wir detaillierter auf die Unterschiede der Bauarten ein. 

Hat man die Absicht, anspruchsvolle Astrofotografie durchzuführen, müssen noch viel höhere Anforderungen an die Montierung und an das Teleskop gestellt werden. Dazu findest Du mehr Informationen in einem späteren Blogbeitrag.

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Der Einstieg in das Hobby Astronomie ist auch schon mit einem kleinen Budget möglich:
SkyWatcher Heritage 130
SkyWatcher Startravel 80 mit AZ3 
SkyWatcher Skymax 127 AZ GoTo