Tobias Meyer ist bei Instagram bekannt als @cosmokoala. Jahrelang wurde er auf seinen Reisen und Abenteuern von der Canon EOS 5D Mark IV begleitet und konnte nun die neue EOS R6 testen. Die Ergebnisse aus seinem Test präsentiert er Dir in diesem Blogbeitrag:

Zuunterst erfährst Du alles zur neuen EOS R6 Aktion!

In den vergangenen Jahren hat mich meine Canon EOS 5D Mark IV auf vielen Reisen und Abenteuern begleitet und ich war ein überzeugter Spiegelreflex-Fotograf. Immer wieder habe ich spiegellose Kamerasysteme von befreundeten Fotografen ausprobiert. Vor allem die sofortige Belichtungskontrolle im Sucher ist bei den spiegellosen Kameras ein riesiger Vorteil. Allerdings konnte ich mich lange nicht mit den pixeligen digitalen Suchern der Kameras anfreunden und der Verzicht auf meine 5D IV war daher vorerst keine Option.

Bei Reisen mit möglichst leichtem Gepäck kam bei mir immer öfters das spiegellose Kamerasystem von Olympus zum Einsatz. Dank dem kleineren Bildsensor sind die Objektive äusserst kompakt. Allerdings bietet der kleinere Micro Four-Thirds Sensor weniger Möglichkeiten bei schlechten Lichtverhältnissen und die low-light Eigenschaften des Vollformats möchte ich nicht missen.
Viele befreundete Fotografen waren mit unterschiedlichsten Systemkameras unterwegs, die ich auch immer mal wieder testen konnte. Dabei habe ich festgestellt, dass der digitale Sucher der neuesten Generation von Mirrorless-Kameras inzwischen auf einem Niveau ist, wo ich mir einen Wechsel vorstellen kann.

Mir persönlich hat der Look der Bilder und das Bedienkonzept von Canon stets am besten gefallen. Die schon etwas länger erhältliche, spiegellose Canon EOS R ist zwar eine sehr interessante Kamera, allerdings möchte ich auf einen zweiten Speicherkartenslot und auf den Sensorbasierten Bildstabilisator, den ich bereits bei Olympus schätzen und lieben gelernt habe, nicht verzichten.

 

Canon EOS R5 vs. R6

Ich habe mich riesig gefreut, als Canon die EOS R5 und die EOS R6 präsentiert hat. Ehrlich gesagt war für mich klar: Die EOS R5 muss ich haben. Sie soll meine 5D Mark IV ersetzen und mein neues „Workhorse“ werden. 
Canon bietet, dank dem hervorragenden EF-RF Adapter, eine einfache und kostenschonende Möglichkeit für den Umstieg von den Spiegelreflex- auf die Systemkameras an. 
In unsicheren Zeiten wie wir sie aktuell haben, will man es mit den Investitionen ja auch nicht übertreiben. „Unglücklicherweise“ konnte ich einige RF-Linsen in Verbindung mit der Canon EOS R5 testen und die Linsen haben mich umgehauen! Die Qualität und der Look der neuen Linsen sind noch besser als bei den bewährten EF-Objektiven. Wie heisst es so schön: Das Bessere ist der Feind des Guten. Schnell stand für mich fest: Mindestens ein bis zwei RF-Linsen sollten es dann schon auch werden. Die Investition wird also grösser als gedacht und ich hatte mich schon damit abgefunden, wohl noch etwas länger zu warten, um keine unnötigen wirtschaftlichen Risiken einzugehen.  
Ich hatte mich bereits mit diesem Gedanken arrangiert, da habe ich mich mit einem Fotografen ausgetauscht, der schon einige Wochen die EOS R6 im Einsatz hatte und mir in höchsten Tönen von den Erfahrungen mit der „kleinen Schwester“ der R5 vorgeschwärmt hat. Wieso bin ich nicht selbst darauf gekommen? Aufgrund der „nur“ 20 Megapixel, habe ich die R6 bei meinen Überlegungen links liegen gelassen. Dabei sollte ich es besser wissen: Aus meinen Erfahrungen mit dem Olympus-System ist mir sehr wohl bekannt, dass die optische Qualität der Objektive wesentlich höher zu bewerten ist, als die reine Auflösung. Zudem kommt in der EOS R6 der gleiche Sensor zum Einsatz wie bei der EOS 1Dx MK III, dem absoluten Spitzenmodell der Spiegelreflex-Baureihe. Dank neuem Tiefpass-Filter sollen die 20 Megapixel auch eher 24 Megapixel entsprechen, zumindest behauptet das Canon in ihrer Kommunikation. 

Dank dem günstigeren Preis würde also auch noch eine RF-Linse ins Budget passen. Also habe ich mir bei zumirent.ch die EOS R6 für einen detaillierten Test ausgeliehen. 



“Liebe auf den zweiten Blick” beschreibt wohl meine gemachten Erfahrungen mit der R6 am besten. Klar bietet die R5 eine höhere Auflösung, 8K Video und einige weiteren Vorteile.
Allerdings sind diese Punkte für mich nur in den seltensten Fällen relevant. Für Fotografen, die oft Ausschnitte aus ihren Bildern machen möchten oder müssen und für Anwender mit Schwerpunkt Filmen mag das anders sein. Mich persönlich hat der 20 Megapixelsensor mit einem sehr natürlichen Look und vor allem mit dem hervorragenden Dynamikumfang und den High-ISO Eigenschaften überzeugt. 


Stabilisierung auf höchstem Niveau

Die bereits heiss geliebte Sensor-Stabilisierung ist nun endlich auch in Gehäusen von Canon verbaut und dank der elektronischen Kommunikation zwischen stabilisierten Objektiven und Kamera hat Canon die Möglichkeiten der Stabilisierung voll ausgeschöpft. Ich fotografiere nur wenn unbedingt nötig mit Stativ. Die starre Montierung der Kamera schränkt mich in der Suche nach dem idealen Bildausschnitt zu sehr ein. Ausserdem verzichte ich oft aus Gewichtsgründen gänzlich auf die Gesellschaft eines Dreibeins. Die doppelte Stabilisierung, die mir, je nach Sujet und Objektiv, eine Freihand-Belichtungszeit von bis zu zwei Sekunden (!!!) ermöglicht, ist also ein klares Plus, das ich nicht mehr missen möchte. 



Objektiv: Die Qual der Wahl

Die Canon EOS R6 ist im Set mit dem RF 24-105mm F4-7.1 IS STM erhältlich. Die Preis-Leistung in dieser Kombination stimmt, allerdings konnte ich bei meinen Tests in Bezug auf die Randschärfe wesentlich bessere Bildergebnisse mit dem RF 24-105mm F4 .0 L IS USM erzielen. Foto Video Zumstein bietet auch ein Set mit dem etwas hochwertigeren RF 24-105mm an. Wie bereits bei den EF-Objektiven steht das „L“ und der dezente Rote Ring an den L-Linsen für optische Qualität der höchsten Stufe. Auch wenn man für die L-Linsen etwas tiefer in die Tasche greifen muss, lohnt sich in meinen Augen diese Investition. In der Regel begleiten einen die Objektive wesentlich länger als die Kamera. Somit lohnt sich die Anschaffung hochwertiger Objektive in jedem Fall. Wer mehr Lichtstärke möchte, hat bei den RF Objektiven gleich zwei weitere Möglichkeiten zur Auswahl: Das RF 24-70mm F2.8 IS USM und das unglaubliche RF 28-70mm F2.0 USM. Beim 28-70mm handelt es sich um das erste Objektiv in diesem Brennweitenbereich mit durchgehender Lichtstärke von 2.0! Das Objektiv ist nicht gerade klein und leicht, allerdings kann es gleich drei eher lichtstarke Festbrennweiten ersetzen. Für mich ist die R6 mit dem 28-70mm eine sehr interessante Kombination. Der optische Look dieses Zoom-Objektivs hat mich begeistert! Wem diese Kombination zu teuer oder zu gross/schwer ist, empfehle ich zumindest das Upgrade auf das 24-105mm F4.0L. Dieses Objektiv bietet, dank optischer Stabilisierung und durchgehender Lichtstärke 4.0, viele Möglichkeiten und eignet sich hervorragend als „immer-dabei-Objektiv“ zur R6. Möchte man trotzdem mal mit mehr Blendenöffnung fotografieren, hat Canon als Ergänzung mit dem Canon RF 50mm F1.8 STM ein sehr kompaktes, lichtstarkes Standardobjektiv für nur CHF 219.- im Sortiment.

 

Bedienkonzept 

Die Tastenbelegung der Canon EOS R6 empfand ich als sinnvoll und nützlich. Sie liegt angenehm in der Hand und vermittelt den robusten Eindruck einer Kamera, welche benutzt werden will! Das Kopfdisplay, über welches die Canon R5 verfügt, habe ich bei der R6 nicht vermisst, da ich meine Kameraeinstellungen meist über das Display oder durch den Sucher vornehme. Was mich besonders begeistert hat, ist das dreh- und schwenkbare Display der EOS R6. Die Perspektivensuche wird dadurch, gerade bei besonderen Ausschnitten wie z.B. in Bodennähe, noch einfacher und bequemer. 

Fazit

Würde ich statt einer R5 eine R6 kaufen und das gesparte Geld in RF Linsen investieren? Unbedingt!

Die Canon EOS R5 ist zweifellos eine fantastische Kamera und der Preis ist sicher gerechtfertigt. 
Für mich persönlich überwiegen allerdings die Vorteile einer R6 mit hochwertigen RF-Objektiven im Vergleich zu einer R5 mit adaptierten EF-Objektiven. Für alle, die kein unerschöpfliches Budget haben, wird das wohl ähnlich sein. 

Würde ich meine Canon EOS 5D Mark IV durch eine Canon EOS R6 ersetzen? Auf jeden Fall! 

Nach ausgiebigem Testen bin ich der Meinung, dass die R6 mehr als ausreichend ist, um sämtliche Bereiche zu fotografieren, welche ich als selbständiger Fotograf abdecken möchte (dies beinhaltet verschiedene Kundenaufträge im Bereich Reportagen und Dokumentationen, und ebenfalls Automobil sowie Landschafts- und Portrait Fotografie). Mehr Megapixel sind natürlich immer toll, jedoch nicht immer notwendig. Wer seine Bilder in üblichen Grössen ausdrucken will, wird mit der Canon EOS R6 sehr glücklich werden und kann sich auf eine spannende und flexible Art.

Tobias Meyer

Instagram: @cosmokoala 
Web: cosmokoala.com

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